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Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

tomorrow_plakat_din-a4_1 nach der Vorführung: Faktencheck 

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent (Inglourious Basterds, Beginners) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

(Text: Verleih)

Credits:

Frankreich, USA, Island, Finland 2016
Regie: Mélanie Laurent, Cyril Dion
Buch: Cyril Dion
Kamera: ALEXANDRE LÉGLISE
Schnitt: SANDIE BOMPAR
Ton: LAURENT CERCLEUX
Musik: FREDRIKA STAHL
Produktion: Bruno Lévy
120 Min, Deutsch m.U.
Verleih: Pandora Filmverleih

angefragte Gäste:

Artur Ruder (Kukoon) und Christian Gutsche (Solidarische Ökonomie)

Moderation:

Sonja Taubert / NN

© Bild: Verleih

Wem gehören unsere Städte

(C) ARD
(C) ARD

Hamburg, London, Kopenhagen, Istanbul: Öffentlicher Raum wird zunehmend privatisiert, da die Stadtverwaltungen damit leere Kassen füllen. Die planerische Aufgabe der Städte und Kommunen ist damit hinfällig. Die privaten Investoren wollen Geld verdienen und gestalten nur, wenn es sich lohnt. So sind Menschen mit weniger Einkommen gezwungen, Richtung Vorstadt abzuwandern. Ist die öffentliche Hand eigentlich noch Garant einer menschengerechten Stadt? Wie können die Einwohner ihre Rechte gegenüber Politikern, Stadtplanern und Investoren durchsetzen? Welche langfristigen Auswirkungen haben die zunehmenden öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) und sogenannten Business Improvement Districts (BID)?

Der Dokumentarfilm untersucht in europäischen Großstädten die Hintergründe von städtebaulichen Konzepten und städtischem Wandel und fragt nach den Bürgerrechten. Die politisch gewollte und mittels Bulldozer forcierte Urbanisierung gehörte zu den Auslösern der Kundgebungen auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Doch auch in Deutschland werden Großbaustellen wie z.B. der Bau einer IKEA-Niederlassung im Hamburger Stadtzentrum von Protesten begleitet. Die öffentliche Hand sieht diese Vorhaben als Chance, weil sie selbst nicht mehr die finanziellen Mittel hat, den öffentlichen Raum zu gestalten. Doch der Widerstand von Menschen, die sich für menschengerechte öffentliche Räume engagieren, wächst. Gelungene Modelle der bürgerschaftlichen Mitbestimmung und Rückgewinnung öffentlicher Räume zeigen, wie es möglich ist, ein Gegengewicht zur aktuellen Entwicklung zu schaffen.

F 2013; Regie: Claire Laborey, 90 Min., OmU?

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